Cerejeira

Amburana, Cumaru de Cheiro, Imburana, Ischipingo, Sorioco, Umburana (siehe "Anmerkungen")


Kurzzeichen DIN EN 13556

AMCR

Botanische Bezeichnung

Amburana cearensis (Torresea cearensis) und Amburana acreana (Torresea acreana), Familie der Fabaceen (Leguminose)

Verbreitung

Haupsächlich Brasilien südl. des Amazonas, Peru, Bolivien bis nördl. Argentinien

Handelsnamen

Amburana, Cumaru de Cheiro, Imburana, Ischipingo, Sorioco, Umburana (siehe "Anmerkungen")

Farbe und Struktur

Splint 3 bis 6 cm breit und fast weiß. Kernholz deutlich abgesetzt, blass gelblich bis hellbraun. Hölzer von trockneren Standorten, wie z. B. aus dem Mato Grosso und dem östlichen Bolivien mit leicht dunklerem Spätholz, auf Radialschnitten eine leichte Farbstreifung verursachend. Poren zerstreut, überwiegend grob, nicht zahlreich, aber in allen Schnittrichtungen gut erkennbar. Markstrahlen fein, das Holzbild nicht beeinflussend. Speicherzellen auf Querschnitten als helle, augenförmige Felder um die Poren geordnet und auf Längsschnitten die Porenrillen durch helle Ränder leicht betonend. Wechseldrehwuchs von unterschiedlicher Ausprägung, der ein fast nur schlichtes bis deutlich glanzstreifiges Holzbild hervorrufen kann.

Gesamtcharakter

Überwiegend hellfärbiges Holz mit deutlicher Porung, teilweise Eicherhölzern oder auch festen Qualitäten des Framire ähnliche (vgl. Eigenschaften).

Verwendungsbereiche

Cerejeira ist aufgrund seiner mittleren Härte, einer guten Verarbeitbarkeit, einer eichenähnlichen Kernfärbung und einer befriedigenden Pilzfestigkeit sowie eines befriedigenden bis guten Stehvermögens ein besonders vielseitig einsetzbares Laubholz. Es ist als Vollholz geeignet für Rahmenwerk, mäßig belastete Konstruktionen, für den Möbelbau, für Treppen und Parkett mittlerer Beanspruchung sowie als Profilholz im Innen- und Außenbau; außerdem als Furnier für Möbel (Sichtfurnier), Vertäfelungen, Paneele und geschält für Furnierplatten.

Austauschhoelzer

Nach dem Aussehen vor allem für Eiche und Framire sowie für Lati,Yallow Meranti, helles Iroko, Movingui, Olon, Tola branca, Mersawa, Bilinga, Koto und helles Limba; nach den technischen Eigenschaften für Framire, Limba, Olon, Tola branca, Mersawa, Red Meranti, Yellow Meranti sowie für die Nadelhölzer Lärche und Oregon Pine.

Literatur

Anonymus: Amburana ou Cerejeira. Fichas de caracteristicas das madeiras Brasileiras No 63, IPT Sao Paulo 1974

Anonymus: Amburana. Tropical Timber Information Canter, Syracuse/NY 1975

Anonymus: Eiche und Austauschhölzer. Merkblattreihe Holzarten Nr. 63, VDH Hamburg & Arge Holz Düsseldorf 1982

Ducke, A: New Forest Trees of the Brazilian Amazon. Trop. Woods 43, Yale/USA 1945

Morre, G: Cerejeira. Bre-Information IP 5, Princes Risborough/GB 1983

Record, S. J. & Hess, R. W.: Timbers of the New World. New Haven/USA 1943

Rizzini, C. T.: Avores e Madeiras uteis do Brasil. Sao Paulo 1978

Gewicht frisch

ca. 900 kg/m³

Druckfestigkeit u12-15

ca. 50 N/mm²

Biegefestigkeit u12-15

ca. 85 N/mm²

Bilder