Meranti, weißes

White Meranti, Melapi, Meranti paang; Chai, Koan, Lumbor, Makai, Pa-nong Uban


Kurzzeichen DIN EN 13556

SHWM

Botanische Bezeichnung

Shorea assamica, S. bracteolata, S. hypochra und andere Arten der Untergattung Anthoshorea aus der Gattung Shorea; Familie der D

Verbreitung

Malaysia (Malayische Halbinsel, Sabah, Sarawak); außerdem in Burma (Myanmar), Indien, Indonesien, Kambodscha, Laos, Philippinen, Thailand und Vietnam.

Handelsnamen

White Meranti, Melapi, Meranti paang; Chai, Koan, Lumbor, Makai, Pa-nong Uban

Kurzbeschreibung

Zu den häufigsten Nutzhölzern Südasiens zählen die zahlreichen Merantiarten; sie ähneln sich in den Strukturen, weisen aber in der Färbung, in der Festigkeit und teilweise auch in den Verarbeitungseigenschaften erhebliche Unterschiede auf. Da zwischen diesen Abweichungen und den verschiedenen Färbungen ein enger Zusammenhang besteht, wurden diese Hölzer nach Farbgruppen unterteilt: Rotes, Gelbes und Weißes Meranti. Letzteres wird jetzt auch häufiger importiert und kann in bestimmten Verwendungsbereichen eine zunehmende Bedeutung erlangen. Hinsichtlich der Bezeichnung Weiß ist hervorzuheben, daß die meisten Hölzer dieser Gruppe eine gelbliche bis blaßbräunliche Färbung aufweisen.
Die äußerlich ähnlichen und verwandten Hölzer des Gelben Meranti, des White Seraya und Yellow Balau unterscheiden sich in wesentlichen Eigenschaften von Weißem Meranti (vgl. Anmerkungen und Merkblätter 32, 102, 77). Die hier verwendeten Bezeichnungen und Gruppierungen entsprechen den in Malaysia angewendeten Richtlinien.

Farbe und Struktur

Splint im frischen Zustand weiß bis gelblichweiß und 4 bis 6 cm breit. Kernholz gelblich bis weiß, sich vom frischen Splint nur gering unterscheidend; getrocknet blaßgelblich bis gelblichbraun nachdunkelnd und matt glänzend, ohne sich von dem ebenfalls leicht nachdunkelnden Splint deutlich abzuheben. Poren zahlreich, mittelgroß bis grob und auf Querschnitten zerstreut oder in kurzen diagonalen Gruppen angeordnet, das Holzbild beeinflussend. Holzstrahlen fein und nur als Spiegel gut sichtbar. Speicherzellen in kleinen Feldern die Poren einfassend, wodurch diese auf glatten Querschnitten deutlich hervortreten; Speicherzellen auf Längsschnitten nicht mehr erkennbar. Harzkanäle (vertikal), im Durchmesser meist feiner als die Poren, in durchlaufenden tangentialen Bändern oder Bandstücken mit sehr unregelmäßigen Abständen von 1 mm bis 1 cm; durch weiße Harzanfüllungen auf Längsflächen als Fladern oder feine Streifen auf nachgedunkeltem Kernholz gut erkennbar. Faserverlauf mit leichtem Wechseldrehwuchs (Kieseleinlagerungen siehe Eigenschaften).

Gesamtcharakter

Auffällig gleichmäßig strukturierte und meist porenreiche mäßig schwere Hölzer mit nur leichter Kernfärbung, Hölzern der nahe verwandten Gruppen White Seraya und Gelbes Meranti ähnlich (vgl. Anmerkungen" und Merkblätter 102 und 32).

Verwendungsbereiche

Weißes Meranti ist für die Erzeugung von geschälten, besonders gezogenen Decks und gemesserten Furnieren gut geeignet. Eine gute Eignung besteht außerdem für die Herstellung von Sperrholz für Schalungsplatten, Waggons und Container. Wegen der meist schlichten Struktur und einheitlichen Färbung beschränkt sich jedoch die Verwendung der Furniere bei Möbeln auf deren Innenflächen. Der Einsatz als Vollholz ist wegen des starken Stumpfens der Werkzeuge (vgl. Eigenschaften) bei der Bearbeitung des trockenen Holzes begrenzt. Da jedoch andererseits das Stehvermögen und die Festigkeitseigenschaften einer vielseitigen Verwendung entgegenkommen, ist diese aus verarbeitungstechnischen Gründen auf stärkere Leisten, Türbekleidungen, Futter, Stollen und und einfache Rahmen zu beschränken.

Austauschhoelzer

In der Sperrholzerzeugung für Limba (Merkblatt 19), Koto (Merkblatt 8), Merawan (Hopea spp.), Mersawa (Anisoptera spp.) und Rotes Meranti (Merkblatt 5); als Vollholz im Innenausbau für Limba.

Literatur

Brazier, J. D.: Meranti, Seraya and allied Timbers. For. Prod. Res. Bull. No. 36; Princes Risborough/GB 1956.
Burgess, P. F.: Timbers of Sabah. Sabah For. Res. No. 6; Sandakan 1966.
Dahms, K.-G.: Asiatische, ozeanische und australische Exporthölzer, DRW-Verlag, Stuttgart 1982.
Desch, H. E.: Dipterocarp Timbers of the Malay Peninsula. Malayan For. Res. No.
14, Kuala Lumpur 1941.
Gottwald, H.: UIdentification et U'Appellation des Bois de Lauan et de Lauan et de Meranti, in Rev. Bois For. Trop. No. 121; Paris 1968.

Gewicht frisch

900 kg/m³

Gewicht lufttrocken

630 kg/m³

Druckfestigkeit u12-15

55 N/mm²

Biegefestigkeit u12-15

90 N/mm²

Bilder